Weihnachtsrituale mit Kindern: Eine Kinderhand und eine Erwachsenenhand hängen gemeinsam einen Filzstern an einen Zweig des Weihnachtsbaums

Weihnachtsrituale mit Kindern: 24 kleine Traditionen, die bleiben

Es ist Dezember, kurz nach vier. Im Flur liegen die Jacken, die Schultaschen sind irgendwo dahinter gelandet, und auf dem Tisch steht der Adventskranz. Ein Kind bleibt davor stehen und fragt, ob sie dieses Jahr wieder das machen, was sie schon immer um diese Zeit machen. Was genau, sagt es nicht. Es weiß einfach, dass da etwas war.

Die Eltern stehen daneben, zwischen dem Abendessen, das noch nicht gekocht ist, und der Vorfreude, die sie selbst längst spüren. Sie wünschen sich ein Weihnachten, an das sich alle gern erinnern, aber der Kalender hat keine freie Stunde mehr. Genau für diese Lage sind Weihnachtsrituale mit Kindern gemacht: kleine Gewohnheiten, die jedes Jahr wiederkommen und deshalb bald von allein zum Advent gehören. Aus ihnen werden Weihnachtstraditionen, ohne dass dafür ein Wochenende draufgeht.

Müssen schöne Weihnachtstraditionen wirklich viel Vorbereitung machen?

„Das klingt schön, aber bei uns ist im Advent ohnehin schon so viel los.“ Dieser Gedanke taucht auf, sobald von Weihnachtstraditionen die Rede ist. Er hat recht. Zwischen Elternabend, Kita-Feier und der Frage, wer an Heiligabend zu wem fährt, ist für ein weiteres Projekt kein Platz.

Eine einmalige Weihnachtsaktion will gelingen. Sie braucht Vorbereitung, soll schön aussehen und ist danach vorbei. Eine wiederkehrende Gewohnheit läuft anders ab. Beim zweiten Mal geht sie schneller, beim dritten fällt sie niemandem mehr auf, weil sie einfach dazugehört. Die Wiederholung ist die eigentliche Idee, und sie nimmt dir das Ausdenken ab.

Beim Aufwand lohnt ein anderer Maßstab. Zählt nur die Zeit, in der ihr wirklich zusammen seid, schrumpft vieles auf Minuten. Ein Lied beim Abendessen dauert so lang wie das Lied. Ein Stern am Fenster ist in einem Augenblick aufgehängt und hängt danach wochenlang da.

Ich würde klein anfangen, mit einem Ritual im Advent und einem an Heiligabend. Täglich muss es nicht sein, und schön aussehen muss es auch nicht. Bei der Auswahl helfen drei Fragen. Wie viel Zeit ist an einem normalen Wochentag wirklich frei? Was macht ihr gern, singen, backen oder unter Decken liegen? Und was steht schon im Haus, vom Kranz bis zur Lichterkette? Wo sich die drei Antworten treffen, liegt meist das Ritual, das zu euch passt.

Alle Ideen unten sind Vorschläge zum Aussuchen. Ihr müsst nichts davon zusätzlich stemmen, und für dieses Jahr darf es eine einzige sein.

Welche kleinen Rituale machen euren Advent besonders?

Der Adventskranz steht schon auf dem Tisch. Am ersten Sonntag zündet ihn jemand an, die Kinder rutschen auf die Bank, und für ein paar Minuten bleiben alle sitzen. Das ist bereits die erste wiederkehrende Handlung eures Advents, und ihr macht sie vermutlich schon jedes Jahr.

Auf diesem Gedanken bauen Adventsrituale mit Kindern auf. Wer sich jedes Jahr etwas Neues ausdenken müsste, hätte den Spaß daran schnell verloren. Darum zählt hier nur, was sich Jahr für Jahr ohne neue Planung wiederholen lässt.

Idee 1: Den Adventskranz zum Familienzeichen machen

An jedem Adventssonntag wählt jemand das Lied, das alle gemeinsam singen oder hören, bevor die Kerzen brennen. Mal ist es ein anderes Kind, mal bleibt es immer dasselbe Lied, das entscheidet ihr. Wichtig ist nur, dass dieser Moment am Kranz jedes Jahr wiederkommt. Das Sonntagsblatt beschreibt, dass der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern am ersten Advent 1839 im Betsaal des Rauhen Hauses in Hamburg-Horn den ersten Adventskranz aufhängte, mit einer Kerze für jeden Tag der Adventszeit. Der heute gebräuchliche Kranz hat meist nur noch eine Kerze für jeden Sonntag.

Idee 2: Barbarazweige in die Familienvase stellen

Am 4. Dezember kommt ein Obstzweig gemeinsam in die Vase, und im Advent schauen alle immer wieder nach, was sich an ihm tut. Nachlesen lässt sich in der Zeitschrift des Deutschen Bergbau-Museums, dass Barbarazweige nach einem alten Brauch am 4. Dezember, dem Namenstag der Heiligen Barbara, geschnitten werden sollen, damit sie an Weihnachten blühen. Ob er es bis Weihnachten schafft, bleibt eine Hoffnung, und genau das macht das Nachschauen spannend. Aufwand sind ein paar Minuten am 4. Dezember und ein paar Blicke danach.

Idee 3: Den ersten Fensterstern aufhängen

Der Stern, der jedes Jahr als Erster ans Fenster kommt, zeigt drinnen und draußen, dass die Weihnachtszeit begonnen hat. Ein Papier- oder Holzstern, der schon im Karton liegt, reicht völlig. Das Aufhängen dauert keine Minute, aber es markiert den Tag.

Idee 4: Aus dem Adventskalender eine gemeinsame Minute machen

Das Türchen wird gemeinsam geöffnet, und an diesem Moment hängt eine kleine feste Gewohnheit. Zum Beispiel begrüßen sich morgens alle am Tisch mit demselben Satz, bevor das Türchen aufgeht. Der Kalender, der schon im Haus hängt, ist dafür gut genug.

Wer lieber einen eigenen Kalender gestalten möchte, findet Ideen in Adventskalender selber machen für Kinder: 5 DIY-Ideen + der virale Automat.

Idee 5: Ein Weihnachtslied für die Woche wählen

Jede Adventswoche bekommt ein Lied. Es taucht beim Abendessen auf oder beim Dekorieren, aus der Musikbox, vom Handy oder mit der eigenen Stimme, so gut sie eben ist. Am Ende des Advents habt ihr ein paar Lieder, die jeder im Haus summen kann.

Idee 6: Den Wichtel einziehen lassen

Eine kleine Wichteltür oder eine Wichtelfigur zieht zu Beginn des Advents ein und bleibt bis Weihnachten. Sie muss nichts können, und es muss niemand jeden Morgen eine Überraschung vorbereiten. Ich würde den Wichtel wie einen Gast im Haus behandeln, der einfach da ist. Wer doch Lust auf Streiche und Überraschungen bekommt, findet sie in 24 Wichtelideen für den Advent: schnelle Streiche, Überraschungen und Bastelideen.

Idee 7: Die Lieblingsform zuerst ausstechen

Bei euch darf eine Ausstechform jedes Jahr zuerst dran sein, und bald wissen alle, welche. Beim Backen wird sie als Erstes aus der Schublade geholt, bevor der Teig überhaupt ausgerollt ist. Wenn ihr ohnehin backt, kostet dieses Ritual keine zusätzliche Minute.

Fehlt die Lieblingsform noch, kann ein Plätzchenausstecher* der Anfang sein.

Idee 8: Einen Jahresanhänger für den Weihnachtsbaum auswählen

Jedes Kind sucht jedes Jahr einen Anhänger aus, der etwas mit dem vergangenen Jahr zu tun hat. Wer im Sommer zum ersten Mal ins tiefe Wasser gesprungen ist, nimmt vielleicht etwas Blaues, wer ein Haustier bekommen hat, etwas mit Fell. Nach Weihnachten wandern die Anhänger in eine kleine Schachtel. Ich finde, das ist eine der Ideen, die mit den Jahren am schönsten werden, weil man dem Baum irgendwann ansieht, wie die Jahre waren.

Idee 9: Ein Deckenzelt mit Lichterkette bauen

Abends entsteht aus Decken, Stühlen und ein paar Klammern ein kleines Zelt. Drinnen leuchtet die Lichterkette, die schon bereitliegt, und dort wird vorgelesen oder einfach gekuschelt. Der Aufbau dauert eine Viertelstunde, und die Kinder dürfen bestimmen, wo der Eingang ist.

Idee 10: Einen kurzen Lichterweg gehen

Ein kurzer Weg durch die Straße mit den besonders schön geschmückten Fenstern wird zum Abendritual. Jacken und Schuhe an, einmal die Runde, vielleicht mit einem Lieblingshaus, vor dem jedes Mal stehen geblieben wird. Das ist ein Spaziergang um den Block, und der Weg darf jedes Jahr derselbe sein.

Für den Nikolaustag gibt es einen eigenen Artikel: Nikolaus mit Kindern feiern: 18 Ideen, Rituale und Überraschungen für den 6. Dezember.

Adventskranz mit vier Kerzen auf einem Holztisch, eine Kinderhand auf dem Tannengrün, daneben ein kahler Kirschzweig in einer Vase und ein weißer Papierstern im Fenster

Wie können Kinder zu Weihnachten anderen eine Freude machen?

Vor der Nachbartür steht ein kleiner Teller mit Plätzchen, dieselben, die gestern noch in der Dose lagen. Ein Kind hat geklingelt und rennt schon wieder die Treppe hinunter, bevor jemand aufmacht. Mehr war es nicht, und mehr braucht es auch nicht.

Anderen eine Freude zu machen, setzt keine Geschenke und keinen Plan voraus. Es reicht, was sowieso da ist: etwas Gebackenes, ein Blatt Papier, ein bisschen Zeit oder ein Spielzeug, das nicht mehr gebraucht wird.

Idee 11: Ein paar Plätzchen bei Nachbarn vorbeibringen

Von den Plätzchen, die schon gebacken sind, kommt eine kleine Portion auf einen Teller oder in eine Dose. Die Kinder bringen sie selbst hinüber und sagen kurz, von wem sie sind. Mit Hin- und Rückweg ist das eine Viertelstunde.

Idee 12: Einen Weihnachtsgruß per Post verschicken

Für Verwandte oder Freunde, die weit weg wohnen, malt jedes Kind eine kleine Zeichnung oder schreibt ein paar Worte. Alles zusammen kommt in einen Umschlag, und der Gang zum Briefkasten gehört gleich mit dazu. Rechnet mit einer halben Stunde am Küchentisch.

Idee 13: Einem Menschen im Pflegeheim eine Karte schicken

Die Weihnachtskarte bekommt ein Bild oder ein paar persönliche Worte. Kinder, die schon schreiben können, suchen ihre Worte selbst aus, die Jüngeren malen etwas. Ein Stapel Stifte und ein Umschlag genügen, und erledigt ist es, bevor der Tee kalt wird.

Idee 14: Ein gut erhaltenes Spielzeug weitergeben

Jedes Kind sucht ein Spielzeug aus, das noch gut in Schuss ist und gerade nicht mehr gespielt wird. Alle Stücke kommen in einen Karton oder Beutel, und die Abgabe erledigt ihr an einem anderen Tag. Das Aussuchen selbst ist schon die ganze Tradition.

Kinderhand hält eine kleine runde Plätzchendose vor eine Haustür mit Tannenkranz

Was könnt ihr an Heiligabend jedes Jahr wiederholen?

Auf dem festlich gedeckten Tisch liegt das kleine Glöckchen neben dem Teller. Ein Kind dreht seinen Weihnachtsanhänger zwischen den Fingern, im Ofen wird noch etwas fertig, und im Flur hängen die ersten Gäste ihre Mäntel auf.

Heiligabend ist voll genug, auch ohne zusätzliches Programm. Deshalb sind Kleinigkeiten gut, die vor oder nach der Bescherung ihren festen Platz haben. Nicht jeder Punkt muss jedes Jahr dabei sein. Wie bei euch Bescherung und Besuch ablaufen, bleibt eure Sache, die Ideen passen davor, danach oder dazwischen.

Idee 15: Eine Krippenfigur an ihren Platz stellen

Eine vertraute Figur kommt jedes Jahr gemeinsam an denselben Platz in der Krippe, die ihr schon habt. Das kann reihum ein anderes Kind übernehmen oder immer dasselbe. Es ist ein Aufstellritual für die Familie.

Ich würde die Krippe über die Jahre wachsen lassen, mit einer Krippenfigur* pro Weihnachten.

Idee 16: Das Weihnachtsglöckchen erklingen lassen

Ein kleines Glöckchen läutet, und alle wissen, dass es losgeht, entweder mit der Bescherung oder mit dem gemeinsamen Abend. Ich würde jedes Jahr dasselbe Glöckchen nehmen, damit der Ton wiedererkannt wird. Das Läuten selbst dauert drei Sekunden.

Idee 17: Nach der Bescherung ein Film im Schlafanzug

Sind die Päckchen ausgepackt, geht es im Schlafanzug aufs Sofa. Decken liegen bereit, und es läuft ein Film, der jedes Jahr wiederkommen darf. Welcher das ist, hängt vom Alter der Kinder ab.

Idee 18: Das jährliche Familienfoto am gleichen Platz machen

Jedes Jahr entsteht ein Foto an derselben Stelle, neben dem Baum oder vor der Wohnungstür. Das Handy genügt, und mit Selbstauslöser oder einer helfenden Hand ist es in einer halben Minute erledigt. Nach ein paar Jahren seht ihr auf der Reihe, wie sich alle verändern.

Idee 19: Das Familienwichteln wiederholen

Bei uns wird an Heiligabend immer gewichtelt, weil wir Erwachsenen uns sonst nichts mehr schenken. Kinder im Grundschulalter können mitmachen, sonst bleibt es eine Runde für Erwachsene. Die Runde selbst ist schnell erledigt, Auslosung und Geschenke liegen vorher. Wie Regeln, Auslosung und Ablauf funktionieren, steht in Wichteln in der Familie: Regeln, Ablauf und Ideen für ein entspanntes Weihnachten.

Idee 20: Einen schönen Moment des Jahres aufschreiben

Jede Person schreibt eine Erinnerung an das Jahr auf einen Zettel, Kinder, die noch nicht schreiben, malen sie. Alle Zettel kommen in ein Glas oder einen Umschlag, und am Ende des Abends liest jemand sie vor oder hebt sie für später auf. Mit Schreiben und Vorlesen seid ihr etwa eine Viertelstunde beschäftigt.

Kleines Messingglöckchen neben einem weißen Teller auf einem gedeckten Holztisch, dahinter unscharf ein Weihnachtsbaum mit warmen Lichtern

Welche Rituale passen zu den Weihnachtstagen und der Zeit danach?

Am Morgen nach Heiligabend liegt noch ein Rest Geschenkpapier unter dem Baum, und niemand hat es eilig. Vielleicht denkst du jetzt, mit dem letzten ausgepackten Geschenk seien auch die Weihnachtstraditionen vorbei. Dabei lässt sich gerade nach Heiligabend gut etwas Ruhiges machen, weil niemand mehr etwas vorbereiten muss. Und auch das Ende der Weihnachtszeit darf ein eigenes Ritual bekommen.

Idee 21: Die besondere Weihnachtstasse hervorholen

Zum ersten Feiertagsfrühstück stehen jedes Jahr dieselben Lieblingsbecher auf dem Tisch, die sonst im Schrank bleiben. Das Eindecken dauert nicht länger als sonst, aber der Tisch sieht anders aus.

Idee 22: Eine kleine Weihnachtsgeschichte nachspielen

Aus einer Geschichte, die ihr gut kennt, sucht sich die Familie einen kurzen Moment aus. Eine Decke wird zum Umhang, ein Schal zum Bart, und das Kuscheltier spielt mit. Zehn Minuten reichen, und je älter die Kinder werden, desto mehr Regie wollen sie übernehmen.

Idee 23: Die erste gemeinsame Spielrunde beginnen

An einem Feiertag kommt immer dasselbe Familien- oder Kartenspiel auf den Tisch, für eine kurze Runde. Welches es ist, richtet sich nach den Kindern, ein Kartenspiel für Grundschulkinder sieht anders aus als eines für die Kleineren. Eine halbe Stunde reicht, es muss kein Turnier werden.

Wer für diese Runde noch kein Spiel im Regal hat, kann sich ein Familienspiel* dafür zulegen.

Idee 24: Die Weihnachtserinnerungskiste schließen

Beim Wegpacken der Dekoration kommen das Familienfoto dieses Jahres und ein kleiner Erinnerungsgegenstand in eine beschriftete Kiste. Jedes Kind darf sagen, was hineinsoll. Es ist eine halbe Stunde, die ohnehin fürs Aufräumen draufgeht, und im nächsten Jahr macht das Auspacken doppelt so viel Freude.

Geöffneter Karton mit Weihnachtserinnerungen auf einem Holzboden: Foto eines Weihnachtsbaums, Holzstern, Filzanhänger und Seidenpapier, daneben eine Kinderzeichnung

Wie werden Weihnachtsrituale mit Kindern zu eurer eigenen Tradition?

„Und wenn wir das nächstes Jahr einfach wieder vergessen?“ Auf dem Weg durch die Ideen taucht irgendwann diese Frage auf, und sie ist berechtigt. Ein besserer Vorsatz hilft dagegen wenig. Ein fester Auslöser hilft, also ein Ereignis, das ohnehin jedes Jahr kommt: der erste Adventssonntag, der Tag, an dem der Baum aufgestellt wird, oder das Frühstück am ersten Feiertag. Wer den Fensterstern aus Idee 3 gewählt hat, hängt ihn am Baumtag auf. Wer sich für das Glöckchen aus Idee 16 entschieden hat, legt es am Abend vorher neben die Teller.

Ich würde pro Anlass bei einer Gewohnheit bleiben, einer im Advent und einer an Heiligabend oder an den Feiertagen. Vorrang hat, was der Familie gefällt, denn dafür muss sich niemand überwinden. Die Kinder dürfen bei der Auswahl mitreden. Ich würde sie fragen, was sie nächstes Jahr wiederhaben möchten.

Die Gegenstände gehören an einen festen Platz in der Weihnachtskiste, damit sie im nächsten Jahr gleich zur Hand sind. Das Glöckchen, der Stern und der Anhänger müssen dann nicht erst gesucht werden.

Ein Ritual muss nicht jedes Jahr genau gleich ablaufen. Es verändert sich mit dem Alter und den Interessen der Kinder, und eine Tradition darf auch einmal aussetzen. Neue Weihnachtstraditionen dürfen genau so entstehen: nebenbei, mit kleinen Anpassungen und ohne Plan für alle Zeiten.

Welche kleine Weihnachtstradition soll nächstes Jahr wieder dazugehören?

Eine oder zwei Traditionen wirken wenig, aber es ist genau die Menge, die man im Dezember wirklich durchhält. Damit fühlt sich Weihnachten schon wie euer Weihnachten an.

Vielleicht wird es der Fensterstern, der jedes Jahr als Erster seinen Platz bekommt. Vielleicht das Lied der Woche, das Deckenzelt mit der Lichterkette oder der Film im Schlafanzug nach der Bescherung. Manche Rituale sind so klein, dass man sie fast übersieht, bis ein Kind im nächsten Dezember danach fragt.

Such dir eine Kleinigkeit für den Advent aus und eine für Heiligabend. Lass die Kinder mitentscheiden, und sei nicht traurig, wenn eine davon im nächsten Jahr durch eine andere ersetzt wird. Ich würde das gelassen sehen, es gehört dazu.

Welche Fragen haben Eltern zu Weihnachtstraditionen mit Kindern?

Welche Weihnachtstraditionen eignen sich für Kindergartenkinder?

Am besten passen kurze Rituale, die immer gleich ablaufen: ein Lied beim Abendessen, das Glöckchen vor der Bescherung, der Fensterstern oder der Lieblingsanhänger für den Baum. Gegenstände, die jedes Jahr wiederkommen, machen es leicht, weil man sie nur hervorholen muss. Wie viel ein Kind schon mitmacht, zeigt sich beim Ausprobieren und ist von Kind zu Kind verschieden.

Welche Weihnachtstraditionen brauchen fast keine Vorbereitung?

Alles, was auf Vorhandenem aufbaut: der Adventskranz mit einem gemeinsamen Lied, der Fensterstern, die Lieblingstassen beim Feiertagsfrühstück, das Glöckchen oder die Spielrunde an einem Feiertag. Auch etwas, das ihr ohnehin tut, wie Backen oder ein Abendspaziergang, wird zum Ritual, sobald es jedes Jahr denselben Platz bekommt.

Wie kann man neue Weihnachtstraditionen in der Familie anfangen?

Mit einer gemeinsamen Auswahl, bei der die Kinder mitreden. Pro Anlass genügt eine neue Gewohnheit, und ein fester Wiederholungspunkt macht sie leichter, etwa der erste Adventssonntag. Am einfachsten gelingt der Anfang, wenn ihr an etwas anknüpft, das bei euch schon passiert.

Muss eine Weihnachtstradition jedes Jahr genau gleich sein?

Nein. Ein wiedererkennbarer Kern genügt, der Rest darf sich verändern. Das Lied darf wechseln, der Film auch, und wenn sich die Familie vergrößert oder verkleinert, passt sich das Ritual an. Es wächst mit den Kindern mit.

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